Bei der Produktion von Roheisen fällt in einem Hochofen das Gichtgas an. Es besteht aus ca. 33% Kohlenmonoxid und 57 % Stickstoff. Gereinigt kann dieses Gas zum Betrieb von Generatoren zur Stromerzeugung und als Brennstoff in den Winderhitzern genutzt werden. Da Produktion und Verbrauch nicht immer die gleiche Menge erfasste, wurde zur Pufferung ein Gastank gebaut. Bei meinem Stahlwerk wird ein Nass-Gasometer gebaut.

Als Funktionsprinzip kann man sich zwei Kochtöpfe vorstellen, die ineinander gestülpt werden, so dass ein geschlossener Behälter entsteht. In das obere Behältnis wird nun das neu produzierte Gichtgas über eine Rohrleitung eingelassen. Der Tank füllt sich und hebt den oberen Behälter mit zunehmender Füllung an. Das obere Behältnis schwebt so auf dem Gas und kann es so gleichmäßig unter Druck halten. Wird Gas in größeren Mengen entnommen, so sinkt der obere Behälter wieder ab. Solche Gasometer konnten ca. 20.000 cbm Gichtgas speichern.

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