Ein Hochofen wird von der Gichtbühne aus befüllt. Sie befindet sich oben auf dem Hochofen. Die Befüllung des Hochofens geschieht abwechselnd mit Koks und dem so genannten “Möller”. Der Möller ist ein Gemisch aus Eisenerz und Zuschlagstoffen wie z.B.Kalk. Mit Hilfe dieser Zuschlagstoffe bildet sich dann die Schlacke, in der die Verunreinigungen gebunden.werden

Es erfolgt immer eine Schicht Koks und dann eine Schicht Möller. Zum Schmelzen des Eisens werden sehr hohe Temperaturen (1700 bis 2000 Grad C) benötigt. Diese entstehen durch das Einblasen von heißer Luft, dem “Wind”. Dieser Wind wird in den meist 3 Winderhitzern erzeugt.

Der Hochofen wird durch Kühlwasser gekühlt, das um die heiße Außenwand geführt wird.

Bei der Verbrennung entstehen die Gichtgase, die durch die oberen Gasrohre entweichen. Die Gichtgase bestehen zu einem hohen Anteil aus Kohlenstoff und sind ein wertvoller Brennstoff. Das Gichtgas wird gereinigt und dann im Gasometer gesammelt und steht zur Heizung der Winderhitzern und zur Stromerzeugung zur Verfügung.

Das flüssige Roheisen und die auf dem Roheisen schwimmende Schlacke verlassen den Hochofen durch einen Abstich (Öffnung am unteren Teil des Hochofens) ca. alle 2,5 Stunden.

Der Abstich wird dann durch Formsand zu den Torpedopfannenwagen geleitet und dann abtransportiert.